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GenAI Integration Plattform

Datenplattform

Mit dem Projekt „Datenplattform“ verfolgt DiReKT das Ziel, eine leistungsfähige und gleichzeitig praxisnahe KI-Infrastruktur zu entwickeln, die Unternehmen einen sicheren und flexiblen Umgang mit modernen KI-Technologien ermöglicht. Im Mittelpunkt steht dabei die Verbindung aus technologischer Kontrolle, Datenschutz und einfacher Nutzbarkeit im Unternehmensalltag.   

Viele Unternehmen stehen aktuell vor der Herausforderung, KI-Systeme sinnvoll in bestehende Prozesse zu integrieren, ohne dabei sensible Daten aus der Hand zu geben oder komplexe technische Hürden überwinden zu müssen. Besonders kleine und mittlere Unternehmen benötigen Lösungen, die leistungsfähig, wirtschaftlich tragbar und gleichzeitig einfach einsetzbar sind. Ein zentrales Grundprinzip der entwickelten Plattform ist deshalb die Datenhoheit. Anders als bei vielen cloudbasierten Lösungen werden Unternehmensdaten nicht auf einer zentralen externen Plattform gespeichert. Stattdessen verbleiben die Informationen dezentral an ihrem ursprünglichen Speicherort und werden nur bei Bedarf abgerufen. Dadurch behalten Unternehmen jederzeit die Kontrolle über ihre eigenen Daten und können bestehende Sicherheits- und Datenschutzanforderungen besser einhalten. Zusätzlich setzt das Projekt auf ein intern betriebenes Large Language Model (LLM). Durch den Einsatz einer eigenen KI-Infrastruktur können sensible Informationen innerhalb der Unternehmensumgebung verarbeitet werden, ohne dass vertrauliche Daten an externe Anbieter übertragen werden müssen. Dies schafft eine wichtige Grundlage für den sicheren Einsatz von KI in sensiblen Unternehmensbereichen.

Die Datenplattform ist dabei nicht nur als isoliertes System gedacht, sondern als flexible Integrationslösung für unterschiedlichste Anwendungen und Prozesse. Sie ermöglicht die Anbindung interner und externer Tools, Datenquellen und Dienste. Dadurch können Informationen aus verschiedenen Systemen gebündelt, verarbeitet und intelligent genutzt werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf sogenannten agentischen Automatisierungen. Dabei handelt es sich um KI-gestützte Systeme, die nicht nur Informationen bereitstellen, sondern eigenständig Prozesse anstoßen und ausführen können. So können beispielsweise wiederkehrende Abläufe automatisiert, Informationen aus unterschiedlichen Quellen kombiniert oder bestimmte Aufgaben ohne manuellen Eingriff bearbeitet werden.

Trotz der technologischen Komplexität verfolgt das Projekt einen klaren "Ease of Use"-Ansatz. Ziel ist es, dass Unternehmen ohne großen technischen Aufwand eigene KI-Anwendungen nutzen können. Mitarbeitende sollen beispielsweise unkompliziert Chatbots konfigurieren können, die auf verschiedene interne Systeme zugreifen und anschließend im gesamten Unternehmen eingesetzt werden können. Technisches Vorwissen soll dafür möglichst nicht erforderlich sein. Damit wird KI nicht nur für IT-Fachkräfte zugänglich, sondern kann auch in anderen Unternehmensbereichen sinnvoll eingesetzt werden. Die Plattform soll Unternehmen dabei unterstützen, Wissen einfacher verfügbar zu machen, Prozesse effizienter zu gestalten und Mitarbeitende im Arbeitsalltag gezielt zu entlasten.

Eine wissenschaftliche Besonderheit des Projekts liegt in der tiefen Integration von Semantikmodellierung und Ontologien. Dieser Bereich bildet den zentralen Forschungsschwerpunkt innerhalb des Projekts und schafft die Grundlage für ein besseres Verständnis von Informationen und Zusammenhängen durch KI-Systeme. Durch die strukturierte und bedeutungsbasierte Modellierung von Wissen kann die Plattform Inhalte nicht nur oberflächlich verarbeiten, sondern auch kontextbezogen interpretieren. Dadurch werden präzisere Antworten, intelligentere Verknüpfungen von Informationen und deutlich kontextsensitivere agentische Aktionen möglich.

Die Kombination aus Datenschutz, interner KI-Infrastruktur, einfacher Nutzbarkeit und semantischer Wissensmodellierung schafft eine zukunftsorientierte Plattform, die Unternehmen dabei unterstützt, KI-Technologien sicher und nachhaltig in ihre Arbeitsprozesse zu integrieren.

Foto von Yannick Paschke

Ansprechpartner

Yannick Paschke

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

yannick.paschke@uni-wuerzburg.de